Vernetzung fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und unterrichtspraktischen Wissens im Bereich Mathematik
Viktor Isaev, Universität Kassel
Lehramtsstudierende im Bereich Mathematik erfahren eine als doppelte Diskontinuität bezeichnete Kluft zwischen Mathematik in der Wissenschaft und Mathematik in der Schule. Das Ziel des Projekts f-f-u ist die Vernetzung fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und unterrichtspraktischen Wissens im Lehramtsstudium Mathematik (L3/L4). Dabei werden primär im Übungsbetrieb mathematischer Grundlagenveranstaltungen sogenannte Lehramts-Aufgaben integriert, die die Kohärenz von Schulmathematik und Hochschulmathematik bzw. Mathematik in der Wissenschaft und berufsfeldbezogener Mathematik verdeutlichen sollen.
Nach erfolgreichem Anlauf und Pilotierung des Projektes f-f-u an der Universität Kassel wurde im Wintersemester 2016/17 die Hauptstudie durchgeführt unter der zentralen Fragestellung, ob und wie sich die Kohärenz-Überzeugungen angehender Lehrkräfte im Hinblick auf die doppelte Diskontinuität im Rahmen des Projektes verändern. Zur Erforschung dieser Frage wurde ein Treatment- und Kontrollgruppen-Design in einem Mixed-Methods-Ansatz in den Grundlagenveranstaltungen „Elementare Lineare Algebra“ und „Grundlagen der Analysis I“ gewählt.
Die primäre Hypothese, dass sich die Überzeugungen der Lehramtsstudierenden zur Kohärenz von Schulmathematik und Hochschulmathematik bzw. Mathematik in der Wissenschaft und berufsfeldbezogener Mathematik als Wirkung der Vernetzung fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und unterrichtspraktischen Wissens verändern werden, konnte erfolgreich nachgewiesen werden.
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