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Leibniz Universität Hannover
Universität Kassel
Universität Paderborn
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Foto: Adelheid Rutenburges

AG Mathematik in den Wirtschaftswissenschaften

Ziele und Vorhaben der Arbeitsgruppe

Mathematik spielt in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung und der wirtschaftlichen Praxis eine immer wichtigere Rolle. Insbesondere werden mathematische Modelle entwickelt und angewendet; sie bilden die Grundlage für quantitative Analysen und Optimierungsprozesse. Mathematik und Statistik sind deshalb zentrale Pflichtmodule wirtschaftswissenschaftlicher Curricula. Studierende der Wirtschaftswissenschaften sollten hierbei in den mathematischen Lehrveranstaltungen umfangreiche mathematische Kompetenzen erwerben, die im Rahmen des wirtschaftswissenschaftlichen Studiums benötigt werden. Dazu zählt insbesondere die Modellierung und Formalisierung wirtschaftswissenschaftlicher Problemstellungen mit Hilfe der mathematischen Sprache der und ein genaues Verständnis der dabei benutzten Verfahren und Konzepte, was sehr hohe mathematische Anforderungen darstellt.

Auf der anderen Seite bringen Studienanfänger/innen der Wirtschaftswissenschaften sehr heterogene kognitive und motivationale Voraussetzungen mit ins Studium. Große Unterschiede in den mathematischen Kenntnissen und Fähigkeiten werden durch ebenso große Unterschiede in Einstellungen, Erwartungen und Arbeitsverhalten begleitet; weiterhin bestehen allgemein große Defizite in der methodischen Vorbereitung auf das universitäre Studium. Daraus resultieren gravierende Problemlagen in der Studieneingangsphase. Diese Probleme werden zusätzlich durch die hohen Teilnehmerzahlen der Lehrveranstaltungen verschärft.

Die AG WiWi-Math verfolgt das Ziel, aufbauend auf einer qualifizierten Analyse der kognitiven und motivationalen Voraussetzungen der Studierenden und der Wirksamkeit traditioneller Lehre Interventionen zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren, die zu besseren Studienergebnissen führen. Entsprechend der Ziele gibt es in der AG Wiwi-Math Forschungsprojekte in folgenden Bereichen:

  • Untersuchung von kognitiven und motivationalen Faktoren, die das Studium in der Studieneingangsphase beeinflussen, mit besonderem Fokus auf der Selbstwirksamkeitserwartung (Projekte P8 und Q12)
  • Erforschung der Wirksamkeit bestehender traditioneller Lehrformate am Beispiel von Tutorien (Projekt Q27)
  • Erforschung des Verständnisses zentraler mathematischer Konzepte am Beispiel des Ableitungsbegriffs (Projekt Q11)
  • Entwicklung und Evaluierung von Lehrinterventionen zur fachlichen und  studienmethodischen Unterstützung der Studierenden der Wirtschaftswissenschaften in mathematischen Vorkursen sowie in den mathematischen Lehrveranstaltungen im ersten Studienjahr (Projekte P7, P9, P10, P11)

Laufende Projekte

P7: Förderung von Lern- und Arbeitsstrategien im Fach Wirtschaftsmathematik

Ziel dieses Projektes ist es, Instrumente zur Stärkung der allgemeinen und fachbezogenen methodischen Kompetenz der Studienanfänger innerhalb der mathematischen Grundlagenveranstaltungen, die als Gesamtkonzept mit der Bezeichnung CAT an der Universität Paderborn entwickelt wurden, weiterzuentwickeln bzw. zu verallgemeinern. Im Rahmen des Projekts sollen Wirksamkeit und Akzeptanz des Konzeptes evaluiert und das Konzept weiterentwickelt beziehungsweise dessen praktische Umsetzung in der Lehrveranstaltung entsprechend der Ergebnisse angepasst werden.
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P9: MatheProWiwi

Das Projekt MatheProWiwi umfasst verschiedene Teilprojekte, in denen in den letzten Jahren fakultative Angebote für Studierende der Wirtschaftswissenschaften im Bereich der Mathematik entwickelt und umgesetzt wurden. Hierzu zählen Vor- und Brückenkurse (s. QPL-Projekt), ein MatheTreff, Kurztests und zielgruppenspezifische Tutorien (siehe Projekt Zielgruppenspezifische Tutorien). Die Projekte sollen das bestehende Lehrangebot der Mathematik Grundlagenvorlesung unterstützen und ergänzen. Zu diesem Zweck sind die Maßnahmen eng mit der Hauptveranstaltung abgestimmt. Die Teilprojekte und die Umsetzung der Maßnahmen werden aus QPL- und QSL-Mitteln finanziert. [weitere Informationen]

P10: QPL-Projekt

Im Rahmen der Förderinitiative „Qualitätspakt Lehre“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden und werden mathematische Vor- und Brückenkurse für Studierende in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen entwickelt, weiterentwickelt und umgesetzt. Hinzu kommen weitere fakultative Angebote, die Studierenden ein Feedback zum aktuellen Leistungsstand ermöglichen sollen. Ferner sind die Konzeption und Umsetzung fachlicher und lehrveranstaltungsbezogener Tutorenschulungen Gegenstand des Projektes. [weitere Informationen]

Veränderungen der mathematischen Kompetenzen von Studienanfänger/innen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge

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Laufende Qualifikationsprojekte

Q12: Höhe und Exaktheit mathematischer Selbstwirksamkeitserwartungen bei Studienanfänger/innen

Angela Laging, Universität Kassel

Im Rahmen des Qualifikationsprojektes wird die Abhängigkeit der Höhe und Exaktheit mathematischer Selbstwirksamkeitserwartungen bei Studienanfänger/innen von Aufgabenmerkmalen untersucht sowie Veränderungen innerhalb des ersten Semesters und dem Einfluss von regelmäßigen fakultativen Kurztests mit Feedback.
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Q24: Teilnahmeentscheidung und Klausurerfolg. Eine kausale Analyse der Wirkung fakultativer Tutorien auf den Klausurerfolg im wirtschaftswissenschaftlichen Grundstudium

Stefan Büchele, Universität Kassel

Im Forschungsprojekt soll es um die Frage gehen, was Tutorien quantitativ leisten (können) und ob sich die Teilnahme an Tutorien für Studierende in Form von niedrigeren Durchfallquoten oder besseren Klausur- und Studienleistungen rentiert. 

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Abgeschlossene Projekte

P8: Heterogenität der mathematischen Vorkenntnisse und Selbstwirksamkeitserwartungen von Studienanfänger/innen in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen

Im Rahmen des Projektes werden die mathematischen Leistungen und Selbstwirksamkeitserwartungen sowie weitere Variablen bei Studienanfänger/innen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge untersucht. Es wurden zielgruppenspezifische Lehr-Lern-Innovationen entwickelt und eingeführt, deren Einflüsse auf Veränderungen kognitiver und motivationaler Variablen untersucht werden.
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P11: Zielgruppenspezifische Tutorien

Projekt Zielgruppenspezifische Tutorien Im Rahmen des Projektes wurde vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen sowie von Erkenntnissen aus Schulstudien sowie einer empirischen Untersuchung am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel untersucht, welche Gruppenbildung bei Tutorien vorteilhaft ist bzw. welche von Studierenden, Tutor/innen und Dozent/innen vorteilhaft eingeschätzt wird. Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Jahren verschiedene Gruppenbildungsprinzipien erprobt. Die Ergebnisse werden derzeit in einem Bericht zusammengefasst. Das Projekt wurde aus QSL-Mittel (Projekt Heterogenität, Mittel des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften) der Universität Kassel finanziert. [weitere Informationen]

Abgeschlossene Qualifikationsprojekte

Q11: Verständnis des Ableitungsbegriffes und dessen Anwendung in der Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler

Frank Feudel, Universität Paderborn 

In der Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler spielt der Ableitungsbegriff eine zentrale Rolle.  Ziel des Promotionsprojektes ist zunächst herauszufinden, welches Verständnis die Studierenden vom Ableitungsbegriff im Sinne des concept image nach Tall und Vinner (1981) haben. Dabei soll insbesondere die Verbindung zwischen dem Ableitungskonzept aus Sicht der Mathematik und dessen Anwendung in der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie (am Beispiel der Grenzkosten) Schwerpunkt der Betrachtungen sein. 
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Publikationen der AG Wiwi-Math

Publikationen

Feudel, F., & Dietz, H. M. (2019). Teaching study skills in mathematics service courses – How to cope with students’ refusal? Teaching Mathematics and its Applications. 38(1).

Büchele, S. (2018). Kurz- und mittelfristige Wirkungsevaluationen von mathematischen Vor- und Brückenkursen im wirtschaftswissenschaftlichen Grundstudium. Eine kausale Analyse mit ökonometrischen Methoden. Beiträge zum Mathematikunterricht 2018 (pp. 381-383). Münster: WTM-Verlag.

Büchele, S. (2018). Bridging the Gap - how Effective are Remedial Math Courses in Germany? (Joint Discussion Paper Series in Economics, No. 25-2018). Marburg: Universität Marburg, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.

Büchele, S., Voßkamp, R. (2018). Zielgruppenspezifische Tutorien. Kassel.

Feudel, F. (2018). Verständnis der Ableitung im Kontext der Grenzkosten in der Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler. In Beiträge zum Mathematikunterricht 2018 (pp. 533-536). Münster: WTM-Verlag.

Feudel, F. (2018). C’ (x) = C(x+1)-C(x)? - Students’ connections between the derivative and its economic interpretation in the context of marginal cost. In V. Durand-Guerrier, R. Hochmuth, S. Goodchild & N. M. Hogstad (Eds.), Proceedings of the Second Conference of the International Network for Didactic Research in University Mathematics (pp. 95-104). Kristiansand: University of Agder and INDRUM.

Voßkamp, R. (2018). Veränderungen der mathematischen Kompetenzen von Studienanfänger/innen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge in den Jahren 2008 bis 2017 – Art, Umfang, Ursachen, Wirkungen und Konsequenzen. In Beiträge zum Mathematikunterricht 2018 (pp. 1887-1890). Münster: WTM-Verlag.

Voßkamp, R., Alpers, B., & Feudel, F. (2018). Mathematik in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften – Besondere Problemstellungen und Lösungsansätze. In Beiträge zum Mathematikunterricht 2018 (pp. 125-126). Münster: WTM-Verlag.

Feudel, F. (2017). Erfolgsbedingungen für die methodische Unterstützung von Studienanfängern in mathematischen Serviceveranstaltungen. In Kortenkamp, U. & Kuzle A., Beiträge zum Mathematikunterricht 2017 (pp. 235-238). Münster: WTM-Verlag.

Feudel, F. (2017). What level of understanding of the derivative do students of economics have when entering university? – Results of a pretest covering important aspects of the derivative. In R. Göller, R. Biehler, R. Hochmuth, & H.-G. Rück (Eds.). Didactics of Mathematics in Higher Education as a Scientific Discipline – Conference Proceedings. khdm-Report 17-05 (pp. 310-318). Kassel: Universität Kassel.

Feudel, F. (2017). Ableitung und Approximation in der Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler. In Kortenkamp, U. & Kuzle A., Beiträge zum Mathematikunterricht 2017 (pp. 231-234). Münster: WTM-Verlag.

Feudel, F (2017). Students’ interpretation of the derivative in an economic context. In Dooley, T. & Gueudet, G. (Eds.), Proceedings of the Tenth Conference of the European Society for Research in Mathematics Education. Dublin: DCU Institute of Education & ERME.

Laging, A., & Voßkamp, R. (2017). Determinants of Maths Performance of First-Year Business Administration and Economics Students. International Journal of Research in Undergraduate Mathematics Education, 1-35.

Voßkamp, R. (2017). Mathematics in economics study programmes in Germany: structures and challenges. In Göller, R., Biehler, R., Hochmuth R., & Rück, H.-G. (Eds.), Didactics of Mathematics in Higher Education as a Scientific Discipline – Conference Proceedings. khdm-Report 17-05 (pp. 184-189). Kassel: Universität Kassel.

Dietz, H. M. (2016). CAT–ein Modell für lehrintegrierte methodische Unterstützung von Studienanfängern. In A. Hoppenbrock, R. Biehler, R. Hochmuth, H.-G. Rück (Eds.), Lehren und Lernen von Mathematik in der Studieneingangsphase (pp.131-147). Wiesbaden: Springer.

Feudel, F. (2016): Relevant knowledge concerning the derivative concept for students of economics-A normative point of view and students' perspectives. In E. Nardi, C. Winsløw & T. Hausberger (Hrsg.), Proceedings of the First conference of the International Network for Didactic Research in University Mathematics (pp. 181-190).  Montpellier: University of Montpellier and INDRUM.

Laging, A., & Voßkamp, R. (2016). Identifizierung von Nutzertypen bei fakultativen Angeboten zur Mathematik in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen. In Hoppenbrock, A., Biehler, R., Hochmuth, R., & Rück, H. G. (Eds.), Lehren und Lernen von Mathematik in der Studieneingangsphase (pp. 585-600). Wiesbaden: Springer.

Dietz, H. M. (2015). Semiotics in “Reading Maths”. In Kadunz, G (Eds.), Semiotische Perspektiven auf das Lernen von Mathematik (pp. 185-203). Berlin/Heidelberg: Springer.

Feudel, F. (2015). Die Ableitung als absolute Änderung? – Unterschiedliches Begriffsverständnis in Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. In F. Caluori, H. Linneweber-Lammerskitten, & C. Streit (Eds.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2015 (pp. 1049-1052). Münster: WTM-Verlag.

Feudel (2015). Studienmethodische Förderung in der Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler – Chancen und Schwierigkeiten. In F. Caluori, H. Linneweber-Lammerskitten, & C. Streit (Eds.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2015 (pp. 284-277). Münster: WTM-Verlag.

Feudel, F. (2014). The concept of marginal cost - one name for two different mathematical objects in mathematics and economics (Oberwolfach Report No. 56). Oberwolfach: Forschungsinstitut Oberwolfach.

Laging, A. (2014). Selbstüberschätzung bei Studienanfänger/innen. In J. Roth & J. Ames (Eds.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2014 (pp. 703-706). Münster: WTM-Verlag.

Voßkamp, R., & Laging, A. (2014). Teilnahmeentscheidungen und Erfolg. In Bausch, I., Biehler, R., Bruder, R., Fischer, P. R., Hochmuth, R., Koepf, W., Schreiber, S., & Wassong, T. (Eds.), Mathematische Vor-und Brückenkurse: Konzepte, Probleme und Perspektiven (pp. 67-83). Wiesbaden: Springer.

Dietz, H.M. (2013). Mathematik für Nichtmathematiker – diagrammatische Aspekte. In Greefrath, G., Käpnick, Fr., & Stein, M. (Eds.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2013 (pp. 256-259).  Münster: WTM-Verlag.  

Laging, A. (2013). Wie wichtig sind die Selbstwirksamkeit und die Selbsteinschätzung für die mathematischen Leistungen von Studienanfänger/innen? In G. Greefrath, F. Käpnick, & M. Stein, (Eds.) Beiträge zum Mathematikunterricht 2013 (pp. 592–595). Münster: WTM-Verlag.

Dietz, H.M. (2012). Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler: Das ECOMath-Handbuch. Berlin/Heidelberg: Springer Gabler.

Dietz, H.M. & Rohde, J. (2012). Studienmethodische Unterstützung für Erstsemester im Mathematikservice.  In M. Ludwig, & M. Kleine, (Eds.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2012 (pp. 201-204).  Münster: WTM-Verlag. 

Dietz, H. M., & Rohde, J. (2012). Adventures in Reading Maths. In Philosophy, Mathematics, Linguistics: Aspects of Interaction. Proceedings of the 2012 PhML Conference (pp. 61-68).

Dietz, H.M. & Rohde, J. (2012). Adventures in Reading Maths. In Proceedings of the Philosophy, Mathematics, Linguistics: Aspects of Interaction Conference 2012 (pp.-61-68). St. Petersburg: Steklov Inst. of Math. and Euler Mathematical Institute.

Voßkamp, R. (2012). Mathematik: 4 verliert! WiWi aktuell –das Magazin des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften Sommersemester 2012 (pp. 11-13).  Universität Kassel: Fachbereich der Wirtschaftswissenschaften.

Ansprechpartner

Dr. Frank Feudel
Humboldt-Universität zu Berlin

Büro:          Raum 2.310, Haus 2
Telefon:     +49 (0)30 2093 5849
E-Mail:      feudel(at)khdm(dot)de

 

Wissenschaftler/innen

Prof. Dr. Hans M. Dietz
Apl. Prof. Dr. Rainer Voßkamp
Stefan Büchele
Frank Feudel
Angela Laging