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Leibniz Universität Hannover
Universität Kassel
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Foto: Adelheid Rutenburges

Entwicklung von Kontinuitätsüberzeugungen im ersten Semester des Grundschullehramtsstudiums

Thorsten Weber, Universität Kassel

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens

Ziel des Promotionsvorhabens ist die Untersuchung der doppelten Diskontinuität (Klein 1907), die zwei Brüche in der Bildungsbiografie von Lehrkräften im Kontext der hochschulischen Ausbildung beschreibt. Der erste Bruch entsteht beim Übergang von der Schule zur Hochschule, bei dem die Studierenden die Schulmathematik und die Hochschulmathematik als „zwei getrennte Welten“ (Klein 1907) wahrnehmen. Der zweite Bruch bezieht sich darauf, dass Lehramtsstudierende die Relevanz der universitären Fachmathematik für ihre zukünftige Tätigkeit nicht erkennen. Diese doppelte Diskontinuität, die schon seit mehr als 100 Jahren diskutiert wird und immer noch aktuell ist, lässt sich unter dem Konstrukt der Beliefs einordnen, was gleichzeitig auch der zentrale Forschungsgegenstand dieses Promotionsvorhabens ist. Beliefs werden im deutschen Sprachraum meist als Überzeugungen übersetzt. Sie können als Überzeugungen einer Person oder Personengruppe definiert werden, die auf Annahmen, Verpflichtungen und Ideologien beruhen (Calderhead 1996) und die die Art und Weise prägen, wie ein Individuum sich mit Mathematik beschäftigt (Schoenfeld 1992).

Da Überzeugungen im Allgemeinen sehr robust sind, ist es sinnvoll diese möglichst früh in eine wünschenswerte Richtung zu verändern. Deshalb rückt in diesem Promotionsprojekt das erste Semester bei der Ausbildung von Grundschullehramtsstudierenden in den Fokus. Es soll untersucht werden, ob und ggf. wie sich Kontinuitätsüberzeugungen im Laufe des ersten Semesters vor dem Hintergrund der differenten Inhalte, Lehrkonzepte und Dozenten an verschiedenen Universitäten entwickeln, welche Merkmale diese Entwicklungen beeinflussen und welche Gründe es dafür gibt. Zentrales Ziel dabei ist es, etwaige Entwicklungen der Kontinuitätsüberzeugungen bei Grundschullehramtsstudierenden im ersten Semester transparent zu machen.

 

Verwendete Forschungsmethoden

Um die Fragestellungen zu beantworten, wird ein Mixed-Methods Design eingesetzt. Zunächst wurden zum Studienstart die Überzeugungen der Studienanfängerinnen und Studienanfänger zusammen mit verschiedenen Merkmalen zur Biografie der Studierenden und weiteren Variablen an drei verschiedenen Universitäten erhoben. Kurz vor Ende des Semesters wurde der Fragebogen, erweitert um einige zusätzliche Skalen, nochmals eingesetzt, um Veränderungen quantifizieren und analysieren zu können (Pre-/Posttest). Um auch Begründungen für die Überzeugungen zu beschreiben und zu vergleichen, wurden zum Ende des Semesters Interviews mit freiwilligen Studierenden geführt.

Ansprechpartner

Thorsten Weber
Universität Kassel

Büro:      1420 (Gebäude: AVZ III)
Telefon:  +49 561 804-4478
E-Mail:    thorsten.weber[at]uni-kassel.de