Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Universität Kassel
Leuphana Universität Lüneburg
Universität Paderborn
Foto: Adelheid Rutenburges Bildinformationen anzeigen

Foto: Adelheid Rutenburges

MatheProWiwi

Ziele des Projektes:  

Das Projekt MatheProWiwi umfasst verschiedene Aktivitäten des Fachgebiets quantitative Methoden / VWL an der Universität Kassel im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften im Zuge der Mathematikausbildung in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen. Vor dem Hintergrund der Heterogenität (u. a.) der Bildungsbiografien, der Studieneingangsvoraussetzungen sowie der Lernstrategien der Studierenden sollen Lehr-Lern-Innovationen (LLI) entwickelt bzw. weiterentwickelt, umgesetzt und evaluiert

  1. Vorkurse
  2. Brückenkurse 
  3. MatheTreff 
  4. Zielgruppenspezifische Tutorien 
  5. Differenzierte Übungsprogramme 
  6. Fakultative Kurztests (paper & pencil) 
  7. Fakultative Kurztests (eLearning) 
  8. Fakultative Leistungstests zu den schulmathematischen Grundlagen (Eingangstest. Zwischentest)

Das Projekt MatheProWiwi kann als Rahmenprojekt verstanden werden, da hier die Aktivitäten des Teilprojektes 2 der AG Wiwi-Math, der assoziierten Projekte AP 3 und AP 4 sowie weiterer kleinerer über QSL-Mittel finanzierter Projekte koordiniert und zusammenführt werden.     

Bisherige Ergebnisse

Die verschiedenen Angebote werden unterschiedlich stark genutzt, wobei vor allem die neu eingeführten LLI im Wintersemester 2011/12 eher gering genutzt wurden (siehe Abbildung 1). Die Abgabe der fakultativen Kurztests hat sich im Wintersemester 2012/13 deutlich gesteigert.

Abbildung 1: Nutzung der Angebote im Wintersemester 2011/12, wobei „1“ für „nie“ und „6“ für „immer“ steht. Vorlesung (VL), Tutorium (Tut), Übungsblätter (UB), Zusatzaufgaben (ZU), Mathetreff (MT), Kurztests mit Abgabe (Test_mit), Kurztests ohne Abgabe (Test_ohne) 

Insgesamt wurden alle Angebote als hilfreich bewertet (siehe Abbildung 2). Die bereits im Wintersemester 2008/09 eingeführten Intensivtutorien für Studierende im letzten Prüfungsversuch fallen besonders positiv auf. Anhand der letzten beiden Boxplots in Abbildung 2 wird deutlich, dass die ausführliche Korrektur der Kurztests einen wichtigen Aspekt ausmacht. Ohne die Korrektur wurden die Kurztests als weniger hilfreich bewertet als mit Feedback, wobei sie trotzdem noch als hilfreich angesehen werden.

Abbildung 2: Bewertung der Angebote im Wintersemester 2011/12, wobei „1“ für „gar nicht hilfreich“ und „6“ für „sehr hilfreich“ steht. Tutorium (Tut), Intensivtutorium (IT), Praktische Übungen (PU), Übungsblätter (UB), Zusatzaufgaben (ZU), Mathetreff (MT), Kurztests mit Abgabe (Test.mit), Kurztests ohne Abgabe (Test.o) 

Seit dem Wintersemester 2009/10 wird ein Vorkurs Mathematik für Studienanfänger/innen angeboten. Dieser wird jedoch nicht unbedingt von den Studierenden besucht, die als Zielgruppe gedacht sind. So nutzen Studierende mit FOS-Abschluss relativ seltener den Vorkurs als Studierende mit Abitur, obwohl erstere durchschnittlich mit schlechteren Mathematikkenntnissen das Studium beginnen. 

Bei allen Maßnahmen können positive Effekte auf die mathematischen Kenntnisse und die Klausurergebnisse sowie negative Effekte auf Durchfallquoten erwartet werden. Der Nachweis dieser Effekte wurde für einen Teil der Maßnahmen und einen Teil der Zielgrößen mit entsprechenden Methoden auf der Basis von Leistungstests und weiteren Daten geführt. So hat sich gezeigt, dass der Vorkurs (neben weiteren Variablen) einen signifikanten positiven Effekt auf die Mathematikleistung zu Beginn des Semesters hat.

Für die Analyse der mittelfristigen und langfristigen Effekte, insbesondere in Hinblick auf Klausurergebnisse, Durchfallquoten und Studienabbruchquoten sind weitergehende Analysen notwendig, die allerdings vor dem Hintergrund datenschutzrechtlicher Regelungen sowie der Verfügbarkeit entsprechender Daten sehrt erschwert sind.   

Weitere Planungen 

 

Geplant ist die fortlaufende Weiterentwicklung und Evaluation der Maßnahmen. Vor dem Hintergrund, dass sich weiterhin die Studieneingangsvoraussetzungen deutlich verändern, dass sich wandelndes Studierendenverhalten zu beobachten ist und dass die Bedeutung der Motive für die Aufnahme eines wirtschaftswissenschaftlichen Studiums sich verändern, sollen die vorhandenen Maßnahmen überdacht und ggf. weiterentwickelt werden. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch die Veränderungen der Zielgruppenzusammensetzung, da die Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler seit dem WS 2014/15 auch für Studierende der Wirtschaftspädagogik ein verpflichtender Grundlagenschein geworden ist.

Links zu verwandten Projekten 

Heterogenität der mathematischen Vorkenntnisse und Selbstwirksamkeitserwartungen von Studienanfänger/innen in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen 

Mathematik-Propädeutik für Technik- und Wirtschaftswissenschaften

Projekt Zielgruppenspezifische Tutorien

Publikationen

Bendler, G., Ihtiyar, Ö., & Voßkamp, R. (2014, in preparation). Zielgruppenspezifische Tutorien. Kassel. 

Laging, A., & Voßkamp, R. (2013). Wen erreichen Lehr-Lern-Innovationen? Eine empirische Untersuchung zur Nutzung fakultativer Angebote im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. In: Hoppenbrock, A., Schreiber, S., Göller, R., Biehler, R., Büchler, B., Hochmuth, R., Rück H. G. (Eds.): Vol. Nr. 1-2013. khdm Report, Mathematik im Übergang Schule/Hochschule und im ersten Studienjahr. Extended Abstracts zur 2. khdm-Arbeitstagung. Kassel: Universitätsbibliothek Kassel, pp. 99–100. 

Voßkamp, R. (2012). Mathematik: 4 verliert! WiWi aktuell. Universität Kassel - Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Sommersemester 2012, 11-13. 

Voßkamp, R., & Laging, A. (2014). Teilnahmeentscheidungen und Erfolg: Eine Fallstudie zu einem Vorkurs aus dem Bereich der Wirtschaftsmathematik. In I. Bausch, R. Biehler, R. Bruder, P. R. Fischer, R. Hochmuth, W. Koepf, S. Schreiber & T. Wassong (Eds.), Mathematische Vor- und Brückenkurse: Konzepte, Probleme und Perspektiven (pp. 67-83). Heidelberg: Springer.  

Ansprechpartner

Frédéric Blaeschke
Universität Kassel

Raum:       2212a (WiSo A)
Tel:           +49 561 804-3087
Email:       blaeschke(at)uni-kassel(dot)de

Wissenschaftler/innen

Apl. Prof. Dr. Rainer Voßkamp
Frédéric Blaeschke